Franks Bewertung

starstarstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Drei Brüder werden am Wochenende von ihren Eltern in dem großen Haus allein gelassen. Casey, der jüngste von ihnen, hat fürchterliche Angst vor Clowns. Da kommt es gerade recht, daß die drei eine Zirkusvorstellung besuchen, bei der es eine große Clownnummer gibt. Nach der Vorstellung, die für Casey bereits ein Alptraum war, werden die Clowns von ausgebrochenen Irren ermordet, die wiederum, in Masken und Kostüme ihrer Opfer gehüllt, die drei Jungs verfolgen…

Ein kleiner, aber sehr feiner Film, dessen grimmiger Horror bis in die Haarwurzeln der Clownsperücken reicht. „Clownhouse“ ist bedingt durch seinen stimmungsvollen Synthesizer-Soundtrack, den genretypischen Schockmechanismen und des streckenweise alptraumhaften Szenerios ein gelungener Wurf im Horrorgenre, welches sich in letzter Zeit mehr durch Stagnation auszeichnete, als durch Überraschungsfilme wie diesen. Sicherlich hat Victor Salva hier eigene Kindheitsängste verarbeitet, denn ansonsten wäre „Clownhouse“ nicht so wirkungsvoll und überzeugend geworden. Die Grundtendenz des Films ist dabei streng reaktionär, denn der einzige der drei Brüder, der auf der Strecke bleibt, ist Randy, der Älteste, weil er nicht mehr wie ein Kind denkt und weil er während der Zirkusvorstellung herumgeknutscht hat. Positiv ist noch anzumerken, daß die Spannung ohne große Blutbäder (keine Angst, es gibt trotzdem ein paar Tote) erzeugt wird. Oberflächlich betrachtet ist „Clownhouse“ zwar wiederum nur ein leidlicher Horrorfilm, im Milieu heranwachsender Teenager spielt, doch im Gegensatz zu den anderen werden die Kids einigermaßen gesittet und normal dargestellt, die sogar echte Gefühle entwickeln können. Mit Nathan Forrest Winters, Brian McHugh, Byron Weible, Sam Rockwell u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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