Dom Cobb ist ein Dieb der ganz besonderen Art: anstatt in Häuser einzusteigen, um dort zu stehlen, begibt er sich in das Unterbewußtsein eines Opfers und stiehlt dort Gedanken, Pläne etc. Klar, dass er mit diesen Fähigkeiten gerne auch mal in Wirtschaftskreisen beauftragt wird. Sein neuester Auftrag ist allerdings etwas ganz besonders, denn er soll dem Erben eines Geldimperiums quasi den Gedanken einpflanzen, den Konzern zu zerschlagen. Diese Inception genannte Technik hatte Cobb schon einst bei seiner Frau ausprobiert, was allerdings mächtig schief gelaufen ist, so dass es nunmehr gilt, auf Nummer sicher zu gehen. Doch in der Traumwelt seines Opfers gibt es auch Gegenspieler…
Kopfkino ist Christopher „Memento“ Nolans großes Ding, obwohl er sich auch mit seinen „Batman“-Filmen für Big-Budget-Bombast empfehlen konnte. Und Kopfkino mit Bombast ist dieser neueste Geniestreich von Christopher Nolan! In „Inception“ heißt es, nicht eine Sekunde abgelenkt zu sein, um der vielschichtigen Traum-im-Traum-im-Traum-Handlung folgen zu können. Wenn dies gelingt, wird man mit einem überraschungs- bzw. wendungsreichen Actionthriller entlohnt, der es wirklich in sich hat und Maßstäbe setzen wird, denn in punkto real wirkende CGI-Tricks gibt es zur Zeit nichts Besseres zu sehen. Aber auch sonst ist „Inception“ ein auf Hochglanz poliertes Stück Unterhaltung par excellence: unterstützt von einer sehenswerten Riege mehr oder weniger bekannter Schauspielergrößen (in Nebenrollen: Tom Berenger und Michael Caine) darf man Kämpfen in der Schwerelosigkeit (Vergesst „Matrix“!), James-Bond-ähnlicher Action-im-Schnee-Szenen und Traumszenarien nie bekannten Ausmaßes beiwohnen, die alles in allem den perfekt gemachten „Inception“ ergeben, der der endgültige Beweis dafür sein dürfte, dass Christopher Nolan ein Zeremonienmeister der Inszenierkunst ist. Auf BD (16:9) letterboxed (2,35:1). Mit Leonardo DiCaprio, Ken Watanabe, Joseph Gordon-Levitt, Marion Cotillard, Tom Hardy u.a.
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