Die chinesische Provinz Zu (heute Szechuan) im 2. Jh. Ti Ming-Chi, ein Kurier in Kriegsdiensten, ist des Kämpfens müde und stiehlt sich während einer Schlacht in eine finstere Höhle. Dort wird er von fliegenden Untoten angegriffen. Ein wundersamer Schwertkämpfer namens Ting-Yan rettet ihn. Zusammen mit Ting-Yan dringt Ti Ming-Chi, der gerne der Schüler des Schwertkämpfers werden will, immer tiefer in das dunkle Höhlenlabyrinth ein, an dessen Ende ein mächtiger, böser Zauberer wartet, der die Welt ins Unheil stürzen will. Unterwegs treffen die beiden den Mönch Hsiao-Yu und seinen Schüler, und gemeinsam tritt man gegen das Böse an…
Dieser Film ist mit Worten kaum zu beschreiben. Was sich inhaltlich wie ein x-beliebiges Action-Fantasy-Horror-Kinostück Hollywoodscher Prägung anhört, ist auf der formalen Ebene eine wahre Orgie für Augen und Ohren, schlichtweg ein Genuß. Von der ersten Minute an gibt es großartige Special Effects und atemberaubende Szenen, wohin man nur schaut. Der Zuschauer wird quasi von einer Lawine voller Tricks und Zaubereien überollt. „Zu Warriors from the Magic Mountain“ ist ein Film, der förmlich nach einer großen Leinwand schreit, denn nur dort kann sich seine visuelle Kraft voll entfalten. Im Gegensatz zu der späteren „A Chinese Ghost Story“-Serie, die inhaltlich mehr auf Romantik setzt und technisch perfekt gefeilt ist, wirkt Tsui Harks Film noch viel roher und ungeschliffener. Dennoch hat „Zu Warriors from the Magic Mountain“ Standards gesetzt, und das nicht nur für das Hongkong-Kino. Seine großartigen Bauten und seine opulente Ausstattung liefern den Beweis, daß man nicht unbedingt an die 50-Millionen-US-Dollar-Grenze heran muß, um einen teuer aussehenden Film zu produzieren. Es geht also auch billiger. Die Geschichte von „Zu Warriors from the Magic Mountain“ wird flüssig, ohne Schnörkel und mit viel Witz erzählt. Weil sie jedoch auf einer alten chinesischen Legende basiert, verschließt sich dem westlichen Zuschauer einiges. Leider ist Tsui Harks Meisterwerk bisher nur im kantonesischen Original mit englischen Untertiteln erhältlich. Stabangaben sind nicht lieferbar.
© Selbstverlag Frank Trebbin