Eine geheimnisvoller Mörder, der seltsame Zeilen aus alten Märchen bei seinen Opfern, die allesamt hübsch drapiert sind, hinterlässt, bringt den Hamburger Kommissar Fabel, der aufgrund eines vormals mißglückten Einsatzes eh schon angeknackst ist, an den Rand eines neuerlichen Nervenzusammenbruchs, denn eine heiße Spur führt zu Schriftsteller Weiss, der sich für einen Werwolf hält...
Kurz ist die Inhaltsangabe, denn genauso dürftig ist auch dieser TV-Made-Serienkillerfilm aus deutschen Landen, der so auffällig nach bekannten US-(allerdings Kino-)Vorbildern lugt, daß es schon wahrlich peinlich wird. Ok, „Wolfsfährte“ ist recht sorgfältig produziert worden und, ok, „Wolfsfährte“ schafft es immerhin, den Täter erst in allerletzter Minute zu entlarven, was zu etwas Spannung führt. Doch warum will der Funke hier einfach nicht zünden? Ist es das mancherorts etwas seelenlose Spiel der Darsteller, die sich – den Eindruck gewinnt man schnell – nur Stichworte zuwerfen und dann von einem Tatort zum nächsten hetzen oder ist es eher das ständig stärker werdende Gefühl, daß man Stoffe wie „Wolfsfährte“ bereits so oft gesehen hat, daß einem der Thrill schon wie ein vertrauter Verwandter vorkommt? Egal, abhaken, nächstes Mal wird’s besser, oder? Im TV 16:9. Mit Peter Lohmeyer, Lisa Maria Potthoff, Hinnerk Schönemann, Marie-Lou Sellem u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin