Ein Frachtraumschiff, das auch eine Handvoll Passagiere an Bord hat, stürzt auf einen unbekannten Planeten. Den Crash überleben die Co-Pilotin Fry, der Massenmörder Riddick, der als Sträfling überführt werden sollte, und einige andere. Die auf diese Weise zusammengewürfelte Gruppe findet dann auch prompt in der Nähe der Unglücksstelle eine verlassene Siedlung, bei der sich sogar eine kleine Raumfähre befindet, mit der man zu entkommen glaubt. Während die Überlebenden Riddick, der inzwischen entkommen konnte, für ihre größte Gefahr halten, entdeckt Fry, dass im Innern des Planeten lichtscheue Kreaturen leben, die nach Menschenfleisch gieren und die die einsetzende totale Sonnenfinsternis ausnutzen, um die Jagdsaison zu eröffnen...
Die meisten Genrefilme der letzten Zeit krankten daran, dass ihre CGI-Monster unglaubwürdig oder einfach nur lachhaft waren, doch mit "Pitch Black – Planet der Finsternis" hält der geneigte Fan einen Science-Fiction-Reißer in den Händen, der alle in diese Tricktechnik gesetzten Hoffnungen (fast) voll und ganz erfüllen kann. Nicht nur, dass es David Twohy vermieden hat, die lichtscheuen Aliens zu früh und zu lange zu zeigen, sondern auch die Gesamtkonzeption der Kreaturen kann auf der ganzen Linie überzeugen. Doch abgesehen von den F/X ist "Pitch Black – Planet der Finsternis" auch ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie man altgediente inhaltliche Motive (Schlag nach bei "Alien") so richtig schön aufpolieren und spannend durchgemixt neu präsentieren kann. Die visuelle Gestaltung des Films mit seinen monochromfarbenen Bildern des Wüstenplaneten aber auch die Figurenkonstellation – allen voran der übergroße, zynische Bösewicht als recht menschlicher Anti-Held – sind überzeugend und lassen vermuten, dass David Twohy sein Werk nie als "nur" einen teuren B-Film betrachtet hat. Auf DVD letterboxed (2,35:1) aber leider nur in der gekürzten Kinofassung. Der Director’s Cut bietet keinen zusätzlichen Gore dafür aber genauere Charakterzeichnungen. Mit Vin Diesel, Radha Mitchell, Cole Hauser, Keith David u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin