Devonsville, Wisconsin 1683. Drei junge Frauen werden wegen Hexerei gefoltert und getötet. Seit diesem Tag liegt ein Fluch auf der Stadt. Dreihundert Jahre später kommen ebenfalls drei Frauen, darunter die geheimnisvolle Jenny, in die Stadt, von denen die Bewohner glauben, daß es sich um Reinkarnationen der damals Getöteten handelt. Der Terror beginnt von neuem, als sich die Dorfbewohner der Lynchmethoden ihrer Vorfahren erinnern…
Ulli Lommel kann mit dieser Fingerübung in Sachen Atmosphäre an seinen berühmten „The Boogey Man“ anschließen. Ähnlich geschickt wie in dem Vorgenannten verbindet er auch hier diverse Subgenres miteinander und spielt genüßlich mit den Erwartungen der Zuschauer. Das Thema wird nicht allzu überstrapaziert, und auch einige bissige Seitenhiebe auf den männlichen Machoismus werden verteilt. Wenn es einen feministisch angehauchten Genrefilm gibt, dann ist es „The Devonsville Terror“. Hinter der vordergründigen Rachegeschichte, die aber den Zuschauer bis zum Schluß im Unklaren darüber läßt, ob die drei Frauen wirklich die reinkarnierten Hexen sind, versteckt sich eine bitterböse Parabel auf die Situation der Frau in unserer Gesellschaft. Die Einleitungssequenz, die zur Zeit der Inquisition spielt, ist relativ hart anzusehen, weil die darin gezeigten Foltermethoden nicht gerade Fair Play sind. Die Spezialeffekte zum Ende der Geschichte sind merklich blutig, aber relativ kurz. Leider hat der Film hierzulande keinen Verleiher gefunden. Mit Suzanna Love, Paul Wilson, Donald Pleasance, Deanna Haas u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin