SKYLINE schürte bereits in den Trailern nicht die großen Erwartungen wie vergleichsweise der zeitnah erschienene Blockbuster-Kandidat "World Invasion: Battle L.A."
Nein, dementsprechend sind die Erwartungen auch ungleich niedriger an diesen Streifen… und diese werden immerhin nicht enttäuscht!
Die verzweifelten Fluchtversuche einer kleinen Gruppe, die zur falschen Zeit am falschen Ort sich dem bevorstehenden Ende der Menschheit ausgesetzt finden, wirken immerhin nachvollziehbar. Obwohl für große Charakterzeichnung schon anhand der relativ knappen Laufzeit von nicht einmal anderthalb Stunden kaum Zeit bleibt, machen die durch die Bank unbekannteren Gesichter aus Hollywoods zweiter Darsteller-Riege ihre Sache ganz ordentlich.
Als Schauplatz haben die Strause-Brüder einen noblen Wolkenkratzer auserkoren, der als strategischer Operations- und Rückzugs-Ort gleichermaßen den wesentlichen Anteil der Handlung einnimmt – überdimensionierte Zerstörungsorgien sieht man nur aus der Ferne als Leinwand füllendes Endzeit-Szenario.
Die zahlreichen CGI-Effekte stammen sicherlich nicht aus der oberen Etage der Zauberkünstler Hollywoods, wirken aber alles andere als billig – überhaupt kann man über die technische Seite nicht meckern, was ja schon einmal die Grundvoraussetzung für einen nicht unerheblichen Anteil der Science-Fiction-Gemeinde darstellt. Im "10-Kleine-Negerlein-Prinzip" wird die Menschheit fleissig dezimiert und die Opfer bekommen ganz schön einen auf die Mütze, wobei es dabei auch schon mal eine Spur derber zur Sache geht als bei der Konkurrenz (die 16er-Freigabe ist jedenfalls berechtigt).
Der wesentliche Vorteil gegenüber seinem oben erwähnten Genre-Bastard ist allerdings, dass SKYLINE ohne Patriotismus und klischeebeladenem Heldentum auskommt.
Somit bleibt letztendlich ein durchaus interessanter Genrebeitrag im Fahrwasser von „Independence Day“ festzuhalten, der niemandem weh tut, weil er weder Antworten liefert noch mit einem überzeugenden und abschließenden Ende daherkommt und nach dem Abspann schon längst wieder vergessen ist. Immerhin sorgen schöne Bilder, toller Sound, einige nette Ideen und viele fiese Alien-Viecher für kurzweilige Unterhaltung – nicht mehr und nicht weniger habe ich erwartet!
(knappe 6 / 10)