Franks Bewertung

starstarstar / 5

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Nachdem er in Los Angeles eine Reihe von Frauen brutal vergewaltigt und ermordet hat, nimmt der geistig verwirrte Fotograf und Vietnamveteran Kirk Smith unter dem Pseudonym „Ramon“ Kontakt zu der Radio-Psychologin Dr. Lindsay Gale auf. Von nun an läßt er die Frau Doktor per Telefon an seinen Morden teilhaben. Doch Lt. McCabe ist ihm schon auf der Spur…

Robert Hammers „Todesschrei per Telefon“ stellt neben William Lustigs „Maniac“ einen der krankhaftesten Einstiege in das Würger-Subgenre dar. Die bizarren, pseudoreligiösen Sado-Maso-Exzesse mit den Opfern sind wahrlich nichts für schwache Gemüter, zumal deren detaillierte Ausgedehntheit in keiner Weise inhaltlich gerechtfertigt ist. Zwar hinkt die Psychologisierung des Täters (Narzismus, starke Vaterbindung etc.), doch gehört die Leistung von Nicholas Worth in der Rolle des Mörders zu den intensivsten des Genres. Allerdings kann dies nicht den zynischen Gesamteindruck des Streifens vertuschen. Ähnlich wie der o.g. „Maniac“ ist „Todesschrei per Telefon“ ein nüchtern und objektiv abgefilmter Polizeibericht, weil auch hier keine Identifikationsansätze gegeben sind. Fazit: Zwiespältig aber faszinierend. Alternativtitel: „Das Telefon– Horror bei Anruf“. Mit James Westmoreland, Flo Gerrish, Ben Frank, Nicholas Worth u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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