Zehn Jahre nach den Ereignissen um die „Ghostface“-Morde kommt Sidney Prescott nach Woodsboro zurück, um ein Buch vorzustellen, mit dem sie ihre traumatischen Erlebnisse abgearbeitet zu haben scheint. So trifft sie Sheriff Dewey und seine Frau Gale Weathers, die Ex-Reporterin mit Schreibblockade, wieder. Da wird plötzlich die Clique um Sidneys Cousine Jill von einem Mörder attackiert, der die Taten von damals aber auch die Maskierung des Täters zu kopieren scheint. Während Gale Weathers wieder die Gelegenheit nutzt, publicityträchtig zu punkten, gerät auch Sidney ins Visier des mysteriösen Schlächters…
Nach einem wunderbar doppelbödigen, fast schon hyper-ironischen Beginn ist man wieder mittendrin im „Scream“-Universum und trifft sofort – und das ist gut so – alle Bekannten (Neve Campbell, Courtney Cox, David Arquette) aus der eigentlich als Trilogie angelegten “Scream“-Serie (Wes, hat Dich das Geld der Weinsteins doch noch überzeugt?) wieder, so dass trotz elfjähriger Pause für Kontinuität gesorgt ist. Handlungsmäßig (Buch: Kevin Williamson) geht es leider ziemlich überdreht ab, denn die Macher von „Scre4m“ lassen keine Gelegenheit aus, um sich auf der Meta-Ebenen-Kuddelmuddel-Klaviatur schwindelig zu spielen, so dass man sich angesichts der Film-im-Film-, der Film-im-Internet- und der Cops-im-Film-Regeln (von den Regeln, die beim Stabathon gelten, mal ganz abgesehen) schon des öfteren mal fragt, ob „Scre4m“ nun vierter Teil, Remake oder gar „nur“ Parodie geworden ist. Das ist nicht immer unbedingt cool, aber wenigstens im Vergleich zu anderen Slashermovies noch gut genug, um für das übliche, genreerprobte Teenager-in-Angst-Feeling zu sorgen. Fazit: laut isser, blutig isser und ohne Handys isser nichts. Bildformat: 2,35:1. Des weiteren mit Emma Roberts, Hayden Panetierre, Marley Shelton u.a.
Anmerkung: Ursprünglich für SPLATTING IMAGE geschrieben, dort jedoch nicht mehr veröffentlicht.
© Selbstverlag Frank Trebbin