Rom. Cristos und seine zwei Kumpel haben zwei Touristinnen aufgegabelt und unter dem Vorwand, einen Rave zu besuchen, in den Wald verschleppt. Unweit eines alten römischen Kastells machen sich die drei Männer über die zwei Frauen her und vergewaltigen sie nach Strich und Faden. Doch plötzlich stehen untote Gladiatoren vor ihnen, die sich wegen ihrer unersättlichen Gier nach Blut aus ihren Gräbern erhoben haben. Die ehemals Todgeweihten holen sich alle...
Leichenfledderei nennt man so etwas. Wenn man die öden ersten zwanzig Minuten, die sich durch endlose Fäkal-Dialoge auszeichnen, überstanden hat, galoppiert die nicht gerade vor Originalität strotzende Handlung schnurstracks in Richtung „Ich spuck' auf Dein Grab“-Derivat und die DF weist die ersten riesengroßen Schnitte auf, so dass man streckenweise die Übersicht verliert. Dann begibt sich „Morituris“ völlig überraschend auf altbekanntes Lucio-Fulci-Terrain, will heißen: die lebenden Toten, hier proper aussehende, grau geschminkte Gladiatoren ohne große Zombifizierung, meucheln blutig, explizit und vor allem munter drauflos. Schade ist nur, dass der deutsche Zuschauer wieder kaum etwas davon hat, denn erneut hagelt es Zensurschnitte oder aber Sergio Stivalettis Gore-F/X werden nur abgedunkelt präsentiert. Das alles ist sehr ärgerlich, zumal auch Jung-Regisseur Raffaele Picchio inszenatorisch überhaupt nicht in der Lage ist, an die goldenen Zeiten des italienischen Horrorfilms anzuknüpfen – so wie es uns das der deutsche Covertext weismachen möchte. Auf DVD 16:9. Es spielen schlecht: Valentina D'Andrea, Desiree Giorgetti, Giuseppe Nitti, Simone Riponti u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin