Franks Bewertung

starstar / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

18.06.2012
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Review

von Frank Trebbin

Im Jahr 2005 kocht in England die Volksseele hoch: die traditionelle Fuchsjagd soll verboten werden. Auf der Seite der Jäger produziert sich bei den Für-und-wieder-Protesten ganz besonders Lucas Bell, der vehement vor laufender Kamera für das Töten von Tieren eintritt. Doch kurze Zeit später taucht im Internet ein mysteriöses Video auf, bei dem Lucas seine Meinung überraschend revidiert. Der Grund: extreme Tierschutz-Aktivisten haben ihn mittels eines perfiden Katz-und-Maus-Spiels in der Wildnis dazu gezwungen. Dies ist die „wahre“ Geschichte, wie es zu der Kehrtwende kam… 



Der Klappentext zur DF läßt vermuten, dass „Freiwild – Zum Abschuss freigegeben“ ein für die „Blair Witch Project“-Generation interpretierter „Open Season – Jagdzeit“-Verschnitt (und damit ein veritabler Action-Thriller) zu sein scheint. Doch weit gefehlt: weder das Menschen-werden-gejagt-Motiv wird anständig bedient, noch kann man hier von Action oder gar Thrill reden. Edward Boases DV-Filmchen ist ein als Fake-Doku gemachtes Drama, welches durchaus vom Thema her zu interessieren versteht, doch leider aufgrund einer falschen Vermarktungsstrategie hierzulande schwerlich sein Publikum finden dürfte. Horrorfans dürften sich also angesichts einer kaum als genregerecht zu bezeichnenden Handlung abwenden, während der Normal-Zuschauer angesichts einer plakativ in den Mittelpunkt gestellten Tier-Snuff-Szene doch eher die Zielrichtung von „Freiwild – Zum Abschuss freigegen“ hinterfragen wird. Was bleibt, sind die beeindruckenden Landschaftsaufnahmen der schottischen Highlands in glasklaren HDTV-Bildern und die Gewissheit, dass „A Lonely Place To Die“ der bessere dieser Art ist. Auf BD 16:9. Mit Nick Ashdon, Neil McDermott, Marc Dexter u.a. 



© 2012, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR, Selbstverlag Frank Trebbin

© Selbstverlag Frank Trebbin

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