Steven und Nico, zwei Teenager, die auf Aussteiger-Tour in Mexiko waren, sind seit einem Jahr verschwunden. Den Eltern der beiden blieb nur ein ominöses Video, auf dem zu sehen ist, wie einer eine geheimnisvolle goldene Box öffnet. Da taucht bei einem Treffen beider Elternpaare plötzlich blutüberströmt Steven wieder auf, erzählt eine Geschichte voller Widersprüche und jagt hinter Schwesterchen Emma her, die jetzt im Besitz der Box ist. Und natürlich lauern im Hintergrund immer noch die Cenobiten…
Natürlich hat es der neueste Teil aus dem „Hellraiser“-Franchise-Geschäft schwer, an das Original anzuknüpfen und im Vergleich zu diesem überhaupt zu bestehen. Doch wer sich loslöst von der Erwartung, hier wieder dunklen Erwachsenen-Horror vorgesetzt zu bekommen, sondern sich auf ein sinnfreies Blut-und-Gedärme-Gewitter zu freuen vermag, bei dem die Motive aus der Feder Clive Barkers nur Makulatur sind, der wird von „Hellraiser Revelations – Die Offenbarung“ kaum enttäuscht werden. Blutig isser nämlich allemal; die gewohnt grausig gestalteten Masken-Effekte sorgen dafür, dass zwei, drei starke Momente in der Erinnerung des Zuschauers haften bleiben. Ansonsten spult Autor Gary Tunnicliffe nur die mittlerweile sattsam bekannten Versatzstücke ab und überlasst Victor Garcia mit einer auf modern getrimmten Inszenierung (die ersten fünf Minuten und die späteren Video-Inserts sind im handverwackelten „Blair Witch“-Stil gehalten) das graue Feld des Mittelmaßes. Fazit: was für Fans der Serie. Auf BD 16:9. Mit Steven Brand, Sanny Van Heteren, Nick Eversman u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin