Peter, ein junger Junkie, erzählt seiner Schwester zwei grausame Gutenachtgeschichten. 1) „Julia’s Love“: Ein geistesgestörter Massenmörder bricht aus einer geschlossenen Anstalt aus und macht sich an die naive Julia heran. Die läßt ihn abblitzen, und dafür mordet er ihre ganze Familie dahin. 2) „The Purity“: Ein teufelsanbetender Priester schlachtet in seiner Gemeinde einige Menschen ab. Die Dorfbewohner glauben, daß der Täter der Dorfdepp ist. Nach dessen Lynchmord wartet die Hölle auf die Peiniger und den Priester.
Da isser wieder! Olaf Ittenbach hat nach eigenen Angaben so um die 50.000 DM zusammengekratzt und nach „Black Past“ einen weiteren Genrebeitrag fabriziert, der sich in punkto Professionalität erheblich von den üblichen Home-Made-Streifen unterscheidet. Dennoch ist auch hier nicht alles gelungen: So liegt z.B. die Eingangssequenz thematisch voll daneben, und auch die –wahrscheinlich sehr teure – Nachsynchronisation hätte man sich sparen können, denn die Dialoge sind nicht unbedingt sehr überzeugend. Während „Julia’s Love“, die erste Geschichte, nur eine gängige Variation des Maniac-on-the-Loose-Themas und somit nicht gerade weltbewegend ist, glänzt „The Purity“ durch eine achtminütige, überharte Szene, die dem Zuschauer die Qualen der Hölle in einem Sado-Maso-Reigen à la Clive Barker nahebringen. Tricks und Effekte sind dabei over the top. Olaf Ittenbach vereint in „The Burning Moon“ exzellente Kameraarbeit, eingehende Musikuntermalung und gekonnte Schnittechnik zu einer kompakten, visionären Bildgestaltung, die ihresgleichen auf dem heimischen Markt sucht. Nachdem „The Burning Moon“ recht schnell in seiner Originalfassung verboten wurde, soll er nunmehr in einer FSK-geprüften Version (12 Minuten kürzer) erhältlich sein. Mit Beate Neumeyer, Bernd Muggenthaler, Rudolf Höß, André Stryi u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin