Franks Bewertung

starstarstar / 5

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

13.04.2014
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Review

von Frank Trebbin

Vier Freunde sind unterwegs in den hügeligen Weiten des australischen Outback. Boanyoo Ranges heißt der idyllische Ort, der für die vier bald zur tödlichen Falle werden wird, denn schießwütige Einheimische sind hinter Leah, einer jungen Frau, her, die den Reisenden quasi vors Auto läuft. Zusammen flüchtet man in ein nahegelegenes Farmershaus, nur um festzustellen, dass Leah und ihre Verfolger durchaus etwas gemeinsam haben...

Es gibt Filme, die irgendwie schwer zu packen sind, und es gibt Filme, die sich zwischen die Stühle setzen. „Outback – Tödliche Jagd“, ein nicht ganz immer stilsicher inszenierter Thriller, der die Handlung dem Grunde nach aus „Beim Sterben ist jeder der Erste“ entliehen hat (inklusive des Banjo-Jungen, der hier in Form eines „Wenn die Gondeln Trauer tragen“-Mädchens mit rotem Regenmantel auftaucht), trifft quasi beides zu. Mit seiner nicht unwürzigen Mischung aus Western- und Farmhouse-Horror-Motiven möchte Regisseur Jonathan N. Dixon möglichst breite Zuschauerschichten ansprechen, vermag es im Gegenzug aber nicht, die damit einhergehenden diesbezüglichen Bedürfnisse zu befriedigen. Für den normalen Mainstream-Kinogänger dürften ein paar Todesszenen und einige Splattereffekte zu krass geraten sein, für den Horrorfan ist „Outback – Tödliche Jagd“ nur ein Kuriosum am Rande, bei dem der Soundtrack das Lied des Todes dudelt. Ganz und gar überzeugend sind dazu die Bilder aus dem australischen Outback geraten – eingefangen in HD-Qulität und mit dem geübten Auge für das Motiv im besten Roadkill-Stil. Etwas schwerer zugänglich als die teilweise unvergesslich schönen Naturaufnahmen ist das illustre Figurenensemble und ihre Motivation. Hier bleibt der australische Film hinter den Möglichkeiten zurück, ja zuweilen bremst er gar die Story damit aus. Schade drum, denn atmosphärisch hätte „Outback – Tödliche Jagd“ das Zeug zu einem Vier-Sterne-Film gehabt. Auf BD letterboxed (2,35:1). Mit Stef Dawson, Corey Page, Rebecca Ratcliff, Xavier Fernandez u.a

© Selbstverlag Frank Trebbin

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