Nach einem 18-monatigem Gefängnisaufenthalt wegen Insidergeschäfte will Ex-Immobilen-Banker Nate mit Ehefrau Robyn und den beiden Söhnen einen Urlaubstrip machen, um das Familienleben neu anzukurbeln. Ohne es zu ahnen, werden sie bei ihrer Reise von vier skruepellosen Gangstern dazu benutzt, die fette Beute aus einem Überfall an diversen Polizeikontrollen vorbeizuschmuggeln. Doch als die Gangster wieder an das Geld wollen, geht so einiges schief und Nate ein Licht auf. Gegenwehr ist da angesagt…
„Transit“ gehört zum Gros der soliden Genrefilme, die ihre traditionellen Wurzeln in den kleinen, dreckigen B-Movies eines Don Siegel oder Sam Fuller haben. Glattpolierte Bilder, Overkill-Action oder gar einen alles überragenden Event-Charakter sucht man vergebens. Harte Kante mittendrin ist hier angesagt und ohne lange zu fackeln wird die Handlung entsprechend vorangetrieben. Die Optik ist auf der Höhe der Zeit, die Farben sind gleich der Schwüle der Schauplätze in den Mangrovensümpfen erden saturiert und die Handkamera ist bei jedem Faustkampf nah am Geschehen. Weniger schön ist die Tatsache, dass gerade in den solide gemachten Car-Action-Szenen, die in ihrer Bodenständigkeit an die guten alten 1970er Jahre erinnern, ein steriles DV-Feeling vorherrscht, was teilweise wirklich öde erscheint. Ansonsten gilt: anschnallen und schön auf der „Transit“Strecke bleiben. Auf BD (16:9) letterboxed (2,35:1). Mit Jim Caviezel, Diora Baird, James Frain, Elisabeth Röhm u.a.
© 2012, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR, Selbstverlag Frank Trebbin
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