3D-Review
Sam gehört zu den Verwaltungsangestellten einer Papierfabrik, die einen gemeinsamen Betriebsausflug mit dem Bus machen. Auf einer Brücke kommt es zu einem tödlichen Fiasko: das Bauwerk stürzt teilweise ein und nimmt viele Menschen mit ins nasse Grab. Glücklicherweise hatte Sam kurz zuvor eine Vision von den Ereignissen und so konnte er sein Love-Interest Molly und einige andere Kollegen retten. Die Polizei argwöhnt sofort, dass Sam ein Terrorist sei und die Brücke gesprengt habe, doch hat dieser eigentlich viel größere Probleme, denn dem Tod kann man nicht wirklich entrinnen…
Auch (oder gerade) der fünfte Teil der „Final Destination“-Serie ist mal wieder ein faires Stück Horror-Kino, was allerdings daran liegen mag, dass die in Teil 4 aufgetretenen Abnutzungserscheinungen gar nicht mehr so stark zu verzeichnen sind. Regisseur Steven Quale liefert eine recht passable Leistung ab, variiert aufs Neue die seit dem ersten Teil quasi altbekannten Handlungsmuster, legt Body-Count-mäßig eine Schippe drauf und lässt die austauschbare Teenager-Riege schnell und effektiv sterben. Zugute kommt ihm dabei der Umstand, dass „Final Destination 5“ von Anfang an als 3D-Produktion konzipiert worden ist und man sich als Zuschauer wiederum mit einigen gezielten Pop-Out-Effekten (schön blutig, in bester gross-out-Manier) auseinandersetzen darf. So ist auch hier der Beweis erbracht, dass die Erben des Grand-Guignol-Theaters einfach nicht kleinzukriegen sind und dass es manchmal auch gut tut, Effekte einfach nur ungeniert um der Effekte-Willen zu genießen. Also, wer immer noch auf der Jagd nach neuen Aha-Erlebnissen ohne Reue ist, der darf hier ungestraft sündigen. Bildformat 2,35:1 und in wunderbar blutig-groteskem, auch im Heimkino bestens funktionierendem 3D (kaum Ghosting und wie bereits erwähnt: Daumen hoch bei den Pop-Outs). Mit Nicholas D’Agosto, Emma Bell, Miles Fisher, Ellen Froe u. a.
Anmerkung: 2012 für SPLATTING IMAGE geschrieben, dort jedoch nicht mehr veröffentlicht.
© Selbstverlag Frank Trebbin