Sarah Preston gibt sich als die verlorengeglaubte Schwiegertochter der Richards aus, einer reichen, dekadenten Südstaatenfamilie. Sie erschleicht sich das Vertrauen des schwerkranken Familenoberhaupts, nur um ihn dann nach der Testamentsänderung zu ihren Gunsten kaltblütig umzubringen. Als andere ihrem kaltblütigen Plan, das Vermögen der Richards an sich zu reißen, im Wege stehen, müssen auch diese sterben…
Es gibt es also doch: Das US-Pendant der 90er Jahre zu den bundesdeutschen Erbschleicherstorys der Mittsechziger-Edgar-Wallace-Krimis. Doch was bei Alfred Vohrer und Co. zumeist mit vordergründigen Gruseleffekten, wie z. B. knarrenden Türen, einherging, wird bei „Mörderische Gier“ mit einer zähflüssigen Fernsehinszenierung zugekleistert, die keineswegs dazu angetan ist, die flache Spannung der eh schon altbackenen Geschichte zu erhöhen. Fazit: von der mörderischen Schwüle eines Südstaatendramas à la „Wiegenlied für eine Leiche“ weit, weit entfernt. Neben Craig Wesson, dem man nach „Der Tod kommt zweimal“ durchaus öfter sehen könnte, ist Kevin McCarthy („Die Dämonischen“) in einer kleinen Rolle zu sehen. Des weiteren mit Kate Vernon, Shanna Reed, Kent Williams u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin