Sechs Jahre nachdem Motorradrowdy Ki Soo einen verheerenden Verkehrsunfall ausgelöst hat, wird er nun als Kurierfahrer zur Zielscheibe eines unbekannten Irren, der ihn mittels eines mit einer Bombe gespickten Helms dazu bringt, kleine Päckchen bei bestimmten Leuten in bestimmter Zeit abzuliefern. Diese Päckchen enthalten natürlich auch Bomben und sorgen so dafür, dass Ki Soo als vermeintlicher Mörder gesucht wird. Ein Wettlauf gegen Zeit und Polizei quer durch Seoul ist die Folge…
Wer auf asiatische Action-Komödien steht, der wird bei „Adrenaline Rush“ (auf meiner Review-BD lautet der Titel tatsächlich so!) voll auf seine Kosten kommen und gute anderthalb Stunden lang (Die Coverangabe von 110 Minuten ist falsch; richtig ist 84 Minuten) flott und vor allem überdreht (will heißen, dass ständig gekreischt wird) unterhalten werden. Wer allerdings einen ernsthaften Thriller zum Feierabend sucht, sollte einen Bogen um diese koreanische Produktion machen. Der mit vielen Computer-Tricks garnierte „Adrenaline Rush“ hätte, sofern man daraus einen Hard-Boiled-Film machen wollte, das Zeug zu einem neuen „Speed“ gehabt, denn Tempo und Aktionen stimmen in diesem Streifen schon. Allerdings ist der ganze Rest von bedauerlicher Schlichtheit: die Cops in Seoul bewegen sich auf „Police Acadamy“-Niveau und die deutschen Dialoge sind absichtlich auf „soooo witzig“ getrimmt wie anno dazumal die Synchronisation bei so manch einer Hongkong-Produktion. Blendet man dies ein wenig aus, so kommt man schlussendlich zu dem Urteil, dass „Adrenaline Rush“ bestenfalls in der Absurdistan-Liga von „Hart am Limit“ mitspielen kann, keinesfalls aber das Zeug zum Konkurrenten zu „The Fast & The Furious“ hat. Auf BD (16:9) letterboxed (2,35:1) und wahlweise in 3D (auf dem Cover wohlweislich nicht vermerkt, weil nachträglich konvertiert und eigentlich ohne Funktion). Mit Min-ki Lee, Ye-won Kang, In-kwon Kim, Chang-Seok Ko u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin