Spanien. Der junge Marcos arbeitet in einer Tiernahrungsfabrik, der auch ein Schlachthof angeschlossen ist. Durch einige schicksalhafte Verstrickungen wird er zum Mörder. Weil immer mehr Menschen seine Tat entdecken, muß er immer mehr „Frischfleisch“ mit in die Fabrik bringen, um seine Opfer verschwinden zu lassen.
Auffallend unblutiger, aber teilweise (in seinen Schlachhofszenen) sehr harter Horrorthriller mit einer streckenweise faszinierenden Alltagsstudie über das Lebens in einem tristen spanischen Vorort. Der im deutschen Titel angesprochene Kannibalismus kommt im gesamten Film nicht vor, was durch eine typisch reißerische Titelschmiede seitens des Verleihs erklärbar ist. Weil der Streifen technisch nicht gerade zu den überragenden Arbeiten des spanischen Kinos zählt, muß der Zuschauer mit einigen Längen rechnen. Auch ist es schade, daß man das Skript als sehr uneinheitlich, d.h. schwankend empfindet. Auf Video letterboxed (1,71:1). Alternativtitel im Kino: „Das Haus des blutigen Grauens“. Mit Vincente Parra, Emma Cohen, Eusebio Poncela, Vicky Lagos u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin