Mike Hillary, der seit dem Flammentod seiner Mutter vor 16 Jahren bei seinen Großeltern aufgewachsen ist, macht sich als junger Mann auf die Suche nach seinem ihm unbekannten Vater. Sein Weg führt ihn nach Eastfield, wo er schmerzlich erfahren muß, daß er das Ergebnis einer Schwangerschaft durch ein Alien ist. Deshalb ist es auch nur klar, daß es Mike möglich ist, Feuer aus heiterem Himmel zu erzeugen – was er im Ärger auch schon mal einsetzt. Da taucht ein Außerirdischer namens „Nr. 11“ auf, der Mike zur Strecke bringen will...
Schon alleine die Eingangsszene, in der gerade mal zwei(!) Feuerwehrleute ein brennendes Haus löschen und ein schmalziger Soft-Rock-Song die Credits vergeigt, entlarvt „Specimen: Der Alien-Terminator“ als ein billigst gemachtes Direct-to-Video-Filmchen. Und als wenn das schon nicht schlimm genug wäre, muß man nach kurzer Zeit feststellen, daß sich die bescheidene Handlung völlig unverschämterweise an größeren Vorbildern wie „Der Feuerteufel“ und „Terminator“, aus denen ausgiebig zitiert wird, zu orientieren versucht. Hat da etwa Produzent Damian Lee gedacht, daß er noch einen schnellen Dollar mit diesem Mist machen kann? Auf jeden Fall ist ein deutscher Privat-TV-Sender auf diese Mogelpackung ’reingefallen und hat John Bradshaws Dum(m)-Dum(m)-Geschoß in die Nachtstunden als Deutschlandpremiere verbannt – natürlich nicht, ohne vorher den eigentlichen videoimposten Untertitel „Der Proband“ schön knallig zu ändern. Alternativtitel: „Specimen: Der Proband“. Mit Mark Paul Gosselaar, Doug O’Keefe, Ingrid Kalevaars, David Herman u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin