Franks Bewertung

starstarstarstar / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

10.01.2018
451 Mal gelesen

Review

von Frank Trebbin

Mitten im Zweiten Weltkrieg. Lt. Bryce, Kommandant der USS Tiger Shark, einem U-Boot auf Feindfahrt im Atlantik, erhält einen Funkspruch, dass er bestimmte Überlebende eines deutschen Angriffes an Bord nehmen soll. Drei Briten, darunter die Krankenschwester Claire, können gerettet werden. Da heftet sich ein deutscher Zerstörer an ihre Fersen und Lt. Bryce muss waghalsige Manöver fahren, um nicht selbst versenkt zu werden. Doch immer wieder werden seine Aktionen sabotiert und fast schon unheimlich zu nennende Dinge geschehen an Bord. Da erfährt Claire, dass der eigentliche Kapitän des U-Boots bei einem Unfall ums Leben kam, den Bryce lieber verschweigen möchte…
Krieg und Horror – eigentlich eine Verbindung per se, bei der man sich allerdings wundert, warum solche zugespitzte Mischung nicht viel öfter den Stoff für eine Verfilmung liefert. Hier haben sich das Drehbuchautoren-Gespann Darren Aronofsky und David Twohy zusammengetan und den an sich schon psychologisch tiefergehenden realen Terror aus Wolfgang Petersons „Das Boot“ (die Enge, das Eingeschlossen-Sein, die Wasserbomben, das Eindringen von Wasser – also all die Ängste der U-Boot-Fahrer) noch einmal um einige Umdrehungen fester gezogen und dann noch um das phantastische Element erweitert. Doch bis „Below“ vollends in Richtung Geisterfilm kippt, erlebt der Zuschauer eine spannende erste Hälfte voller kriegstypischer Action und dem üblichen Macho-Gestus der Seeleute. Das ist von David Twohy dann auch so perfekt, mit allem was Bild und Ton zu bieten hat, inszeniert worden, dass man (den DVD-Extras sei erhellenderweise dank) derartige Szenen wieder entfernen mußte, damit „Below“ noch rechtzeitig in Richtung horribles Psycho-Kammerspiel gedrückt werden konnte. Fazit: aus den Händen des genreerprobten David Twohy erhält man eine interessante Mixtur, die nach allen Seiten mundet. Bildformat: 1,78:1. Mit Bruce Greenwood, Matt Davis, Olivia Williams, Holt McCallany u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

Details