Journalist Ivan Berghoff wird in die Pampas geschickt, um über unheimliche Ereignisse zu berichten. In einer Gewitternacht kommt er mit seinem Auto vom Weg ab und ist gezwungen, Unterschlupf in einem alten Haus zu nehmen. Dort steigt die hübsche Meryl zu ihm in die Badewanne und verwandelt sich vor seinen Augen in ein altes Weib. Ivan ertränkt Meryl, flieht und schlüpft im Ort in die Rolle eines Priesters. Dadurch ist er aber gezwungen, die Nacht mit Meryls Leiche zu verbringen, von der die Leute sagen, dass sie eine Hexe sei…
Sieht man einmal von dem mächtig missglückten Umstand ab, dass hier auf abstruse Weise von den russischen Machern vorgegaukelt wird, „The Power of Fear“ sei eine US-Produktion, hält man doch einen erstaunlich solide produzierten B-Film in den Händen, der durch die teilweise geschickt inszenierte alptraumhafte Atmosphäre an die frühen Werke von Recardo Freda und Mario Bava erinnert. In diesen Momenten funktioniert „The Power of Fear“ wunderbar als Horrormärchen für Erwachsene und gewinnt schnell das Herz des wahren Horrorfilm-Fans, der es zu schätzen weiß, dass dort draußen immer noch kleinere wie größere ungeschliffene Edelsteine zu entdecken sind – auch wenn Oleg Fesenkos Film nicht für jedermann zum Funkeln gebracht werden kann, denn eigentümlich ist das Ganze schon irgendwie. Mir hat’s gefallen! Bildformat: 1,78:1. Mit Valeriy Nikolaev, Evgeniya Kryokova, Lembit Ulfsak, Arnis Litzik u.a.
Anmerkung: 2011 für SPLATTING IMAGE geschrieben, dort jedoch nicht mehr veröffentlicht.
© Selbstverlag Frank Trebbin