Die junge Schauspielschülerin Stella geht an die im Berliner Stadtteil Britz gelegene Schauspielschule „Matteusz Gdula“, die in den 1970er Jahren wegen ihres Gründers und Namensgebers berühmt-berüchtigt war: seine extremen Ausbildungsmethoden führten zum Tod einiger Schüler. Doch heute scheint alles anders zu sein, obwohl Stella durchaus an ihre Grenzen geführt wird und rund um die Schule Menschen verschwinden. Von Kommilitonin Cecile, die merkwürdige Wunden aufweist, erfährt Stella jedoch, dass in dem seit jener Zeit geschlossenen Flügel der Schule durchaus auch ein ganz spezieller Einzelunterricht angeboten wird…
„Suspiria“ heißt die Wand gegen die Andreas Marschall seinen Ball namens „Masks“ wirft – und der Ball springt prächtig und kraftvoll zurück. Während die Fan-Gemeinde immer noch auf Dario Argentos Rückkehr zur Qualität seinen ersten „Mutter“-Filmen und zum Giallo-Subgenre insbesondere wartet (und nach wie vor enttäuscht wird), greift Marschall fast schon leichtfüßig im Vorbeigehen die Stilmittel des italienischen Maestros auf und verknüpft sie trotz vieler budgetbedingter Limits zu einem homogenen, im Stil der 1970er-Jahre gehaltenen Thriller, der auf ganzer Linie überzeugt und mit frischen Jung-Mimen aufwarten kann. Schon die ersten Noten der beeindruckenden Filmmusik und die ersten Minuten in der Schauspielschule lassen wohlige Erinnerungen aufkommen und verschmitzt lächelnd an jene Zeiten zurückdenken, als man Dario Argentos audio-visuellen Karriere-Höhepunkt das erste Mal (sei es nun im Kino oder auf `ner alten VHS-Cassette) gesehen hat. Und wenn man nun denkt, dass Andreas Marschall einfach nur jenen Weg beschritten hat, den auch solche Kopier-Genies wie Antonio Margheriti & Co. einschlugen, der irrt gewaltig: „Masks“ ist eine tiefe, ehrlich gemeinte Verbeugung vor jenen alten Vorbildern, bei dem es weniger auf den Inhalt als auf einen gewissen Stil ankam. Unbedingt ansehen! Auf DVD (16:9) letterboxed (2,35:1). Mit Susen Ermich, Magdalena Ritter, Julita Witt, Stefanie Grabner u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin