Franks Bewertung

starstarstarstarstar / 6

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Als Barbara und ihr Bruder Johnny auf einem ländlichen Friedhof die Grabstätte ihrer Eltern besuchen, werden sie plötzlich von einem lebenden Toten angegriffen. Johnny wird umgebracht, und Barbara kann in ein in der Nähe gelegenes Farmhaus flüchten. Dort treffen während der Nacht noch mehr Menschen ein, die auch vor den Zombies flüchten. Unter ihnen ist der Schwarze Ben, der aufgrund seines mutigen Einsatzes zum Anführer der Gruppe avanciert. Als immer mehr Zombies das Farmhaus umlagern und ein Ausbruchversuch kläglich scheitert, kommt es zu einer finalen Auseinandersetzung…

George A. Romero ist es mit „Die Nacht der lebenden Toten“ gelungen, den Horror- und insbesondere den Splatterfilm salonfähig zu machen. Was heute als Gewaltverherrlichung verrissen wird, sorgte damals für frischen Wind in der Filmindustrie und für Jubel unter Zuschauern und Kritikern. Nicht umsonst ist der Film als erster seines Genres in das Archiv des New Yorker „Museum of Modern Art“ aufgenommen worden. Die stilvolle und atmosphärisch dichte Schwarzweiß-Fotografie erzeugt in Verbindung mit den herb-realistischen Effekten (die kannibalistischen Exzesse der lebenden Toten werden nicht nur angedeutet!) ein Höchstmaß an Wirkung. Die simple, aber recht eindringliche Handlung, die zu jeder Minute zeitgenössische Parallelen zum Vietnamkrieg erkennen läßt, treibt den Film spannend und unterhaltsam auf sein bitteres Ende zu. Handwerklich ist dieses Low-Budget-Produkt, welches außerdem lediglich in Wochenendarbeit entstanden ist, erstaunlich ausgereift und kann auch heute noch dem Großteil der Genrefilme das Wasser reichen. „Die Nacht der lebenden Toten“ löste eine Welle von ähnlich gearteten Streifen aus, von denen Jorge Graus „Invasion der Zombies“ noch der beste ist. Die deutsche Fassung ist leicht geschnitten. George A. Romero vervollständigte mit „Zombie“ und „Zombie 2– das letzte Kapitel“ seine Trilogie um die lebenden Toten und stempelte sich somit selbst als Hardcore-Horrorfilmer ab. Mit Judith O’Dea, Russell Streiner, Duane Jones, Karl Hardman, Keith Wayne, Judith Riley, Marilyn Eastman, Kyra Schon u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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