Franks Bewertung

starstarstarstar / 5

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Michael, ein junger Schauspieler, kommt mit seinem Filmteam in die Villa seiner Mutter Glenda zurück, in der er seit dem Tod seines Vaters, der ihm angelastet wurde, nicht mehr gewesen ist. In der Nacht geschehen dann unheimliche Dinge: Michaels Freundin Frances träumt, an einer schwarzen Messe beteiligt zu sein, und die Schauspielrein Shirley wird beinahe Opfer eines Mordanschlages. Als Michael ein Schäferstündchen mit der attraktiven Beryl abhält und kurze Zeit später neben ihrer übel zugerichteten Leiche aufwacht, beginnt ein Wochenende des Grauens…

Seit den 60er Jahren ist dies Riccardo Fredas neuester und bislang letzter Einstieg in das Phantastische Genre. Und man muß ihm bescheinigen, daß die Rückkehr durchaus gelungen ist. Vom Plot her einem typischen Slasher-Film nicht unähnlich, unterscheidet sich „Fear“ doch ganz erheblich von den üblichen US-amerikanischen „Freitag der 13.“-Clones. Italo-Horror-Altmeister Riccardo Freda versteht es nämlich wie kaum ein anderer (Mario Bava einmal außen vor gelassen), auf der Klaviatur des Schreckens zu spielen. So wechseln sich poetische Szenen mit denen des schieren Terrors ab. Übergangslos wird der Zuschauer mit einigen derben Schocks und blutigen Morden konfrontiert, so daß es eine wahre Freude ist, diesem auf den ersten Blick etwas altmodisch wirkenden Film zu folgen. Freda war sich dabei auch nicht zu schade, Eigenzitate anzuwenden. So z.B. erinnert die morbide, fast inzestuöse Beziehung Glendas zu Michael an die großen Momente aus „The Terror of Dr. Hichcock“. Auch ist „Fear“ trotz seiner in der Neuzeit angesiedelten Geschichte ein guter Beweis dafür, daß man moderne Schlitzer-Plots durchaus mit dem althergebrachten Gothic-Horror verbinden kann. Der Besprechung liegt die US-Fassung zugrunde, weil „Fear“ bislang nicht den Weg nach Deutschland gefunden hat. Mit John Richardson, Anite Strimberg, Laura Gemser, Silvia Dioniso, Stefano Patrizzi u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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