Aufgrund des durch den von Klausener engagierten Hunt aufgebauten Kraftfeldes (siehe: „Outpost – Zum Kämpfen geboren“) ist nun auch die NATO auf das Problem mit den zombifizierten SS-Soldaten aufmerksam geworden und man schickt einen Säuberungstrupp los. Gleichzeitig ist Nazi-Jägerin Lena hinter dem strippenziehenden Klausener her und gerät zusammen mit dem Physiker Wallace ebenso in jene Bunkeranlage im ehemaligen Jugoslawien, in der diese untoten Sturmtruppen quasi aus einer anderen Dimension auftauchen. Es kommt zu einem letzten Gefecht und zu der Erkenntnis, dass Maschinen auch manchmal sehr „menschlich“ sein können…
Die Story um die untote SS-Truppe geht weiter. Nahtlos knüpft Steve Barker an seinen eigenen Vorgänger an und bleibt dabei auch überraschenderweise – abgesehen von einigen szenischen Erweiterungen am Beginn – dem vorgeformten Konzept treu, will heißen: Spannung wird wiederum daraus erzeugt, dass die Darsteller im Dunkeln durch Räume schleichen und von hinten angefallen werden. Ob dies nun die Ideenlosigkeit der Macher widerspiegelt, sei hier mal dahingestellt. Auf jeden Fall hat das höhere Budget, welches bei der Fortsetzung zur Verfügung stand, dem Film ganz gut getan und damit „Outpost – Black Sun“ zu dem besseren der beiden gemacht. Das Maß an (immer noch hektischer) Action ist jetzt ziemlich fair und auch eine Handvoll Maskeneffekte gibt es zu begutachten. Selbst minimal blutiger ist „Outpost – Black Sun“ geworden, auch wenn dafür im Gegenzug schon wegen der kichernden Nazi-Schergin zum Schluß eher unfreiwillger Humor regiert. Gänzlich auf der Strecke geblieben ist allerdings die Logik des Ganzen, denn wie beispielsweise die Hunt-Menschmaschine jetzt was steuert bleibt mehr als rätselhaft. Auf BD (16:9) letterboxed (2,35:1). Mit Catherine Steadman, Richard Coyle, Martin Bell, Gary McDonald u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin