Die Trauer um ihren verstorbenen Sohn treibt Sun Young zu immer seltsameren Formen der Verdrängung, so daß sie sich sogar als Prostituierte verdingt. Dies wiederum führt sie in ein verwahrlostes Haus, welches einst von einem mysteriösen Feuer heimgesucht wurde. Zufallsbekanntschaft Yong Hyun steigt ihr in dieses Haus nach, nimmt sich das Apartment neben ihr und muß bald feststellen, daß es dort mächtig spukt. Doch auch Yong Hyun hat ein paar dunkle Punkte in seiner Biografie...
Auch wenn vieles die Motive aus dem erst ein Jahr später entstandenen „Dark Water“ vorwegnimmt und Yoon Jong-chan unzweifelhaft auch mit den Zutaten und der Ikonografie des modernen japanischen Horrorfilms hantieren kann, so ist doch sein „Sorum“ keinesfalls ein richtiger Vertreter dieses Genres geworden. Viel eher geht es in dieser koreanischen Produktion um die Geschichten jener Verlierer, die sich in dem mysteriösen, vom Regen durchnäßten Haus aufhalten. So erfährt der geneigte Zuschauer, daß die Geister der Vergangenheit nicht immer nur phantastische Gebilde sein müssen und daß in Asien Tragödien immer einen Tick tragischer sind. Als Kuriosum am Rande der immer noch grassierenden Horrorwelle aus Fernost ist „Sorum“ einen kurzen Blick wert. Auf Code-1-DVD letterboxed (1,85:1). Mit Jang Jin-Young, Kim Myung-Min, Gi Ju-bong, An Jo u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin