Franks Bewertung

starstarstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Der wegen Trunksucht als Lehrer gefeuerte und sich nunmehr als Schriftsteller durchschlagende Jack Torrence kann eine Stelle als Hausmeister in dem einsam gelegenen „Overlook“-Hotel ergattern. Seine Aufgabe ist es, das im Winter leere Hotel mit Frau und Kind zu bewohnen, um es in Ordnung zu halten und die Heizung zu warten. Abgeschieden von jeder Zivilisation, wird Jack von den Geistern des Hotels besessen. Nur sein Sohn Danny, der das „zweite Gesicht“ hat, ahnt, was noch alles passieren wird.

Stanley Kubricks Verfilmung des bekannten Stephen-King-Romans ist umstritten aufgenommen worden. Hierzu trug der berühmte Schriftsteller selbst bei, der sich in dem Streifen nicht wiederfand. Unstrittig ist, daß der komplexe und facettenreiche Roman filmisch nicht vollständig wiedergegeben werden kann. Jeder Regisseur ist zur Auswahl gezwungen. Kubrick verlegt seine Odyssee im Weltenraum gleichsam in die Gänge des labyrinthischen Hotels. So ist es nicht verwunderlich, daß ihm der charakterliche Werdegang von Jack Torrance, seine Vorgeschichte oder die Gestaltung des Bösen im Hotel weniger wichtig sind. Folgerichtig läßt er die Heckentiere des Romans verschwinden und ersetzt sie durch ein gärtnerisch angelegtes Labyrinth, welches auch produktionsmäßig einfacher umzusetzen ist. Trotz Ausbleibens des „ultimativen Horrors“ (Werbetext zu „Shining“) ist der Film als technische Meisterleistung immer wieder gut anzusehen. Allerdings muß man auch sagen, daß der Film in seiner langen Fassung mehr an Intensität gewinnt als in der in Handlungsteilen gestrafften deutschen Fassung. Mit Jack Nicholson, Shelley Duvall, Danny Lloyd, Barry Nelson, Scatman Crothers u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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