Franks Bewertung

starstarstar / 6

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

16.04.2013
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Review

von Frank Trebbin

Nach dem Verschwinden von Mutter Rose in Silent Hill sind Tochter Sharon, die sich jetzt Heather nennt, und Vater Harry ständig auf der Flucht, denn die dunklen Mächte aus der Stadt mit den nie versiegenen Kohlefeuern geben einfach nicht auf. Als Heathers Alpträume immer drastischer werden und Harry plötzlich spurlos verschwindet (und an den Wand „Komm nach Silent Hill“ mit Blut geschrieben steht), macht sie sich zusammen mit ihrem Klassenkameraden Vincent auf nach West Virginia, um der verfluchten Bergarbeiterstadt einen Besuch abzustatten...





2006 bewies Christophe Gans mit „Silent Hill: Willkommen in der Hölle“, dass Videospielverfilmungen durchaus auch in einer anderen Liga als nur im Ego-Shooter-Actionfach mitmischen können. Sechs Jahre später übergab man den Stab an Michael J. Bassett, damit dieser das „Silent Hill“-Franchise wieder neu beleben sollte. Doch leider gelingt es dem nach „Solomon Kane“ kaum als unerfahren zu bezeichnenden Regisseur nicht, stlistisch an das Original anzuknüpfen. So arbeitet sich Bassett einfach nur am Entlanghangeln levelähnlicher Handlungsmuster ab und gibt im Gegensatz zum langsamen Aufbau eines Christophe Gans dem Fan von Anfang an, was er möchte: Schocks, Horror und mehr Tempo. So erreicht „Silent Hill Revelation“ zwar nicht die erzählerische Eleganz von „Willkommen...“, ist aber aufgrund der wiederum konsequent unlogischen und damit wendungsreichen Phantasmagorie, die in die vermeintliche Realität von Sharon/Heather eindringt (ähnlich wie dazumal Freddy Krueger in die Träume der Teenager in der Elm Street) wieder einmal eher sehenswert als der x-te Aufguss eines Slasher-Stoffes. Visuelle Effekte aber auch die Maskentricks sind dem Genre angemessen umgesetzt, auf extrem zur Schau gestellte blutige Details wird (fast) verzichtet. Damit ist „Silent Hill Revelation“ immerhin ein recht solider Genrefilm geworden, der „Silent Hill“-Spielefans sicher eher enttäuscht und der für die Zukunft der Serie aufzeigt, dass die filmisch-erzählerische Qualität besser nicht weiter absackt. In Nebenrollen sind kurz zu sehen: Carrie-Ann Moss und Malcolm McDowell. Auf DVD letterboxed (2,35:1). Des weiteren mit Adeleide Clemens, Kit Harington, Deborah Kara Unger, Sean Bean u.a.



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© Selbstverlag Frank Trebbin

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