Detroit. Dr. Alex Cross, Polizeipsychologe, ist ein begnadeter Profiler, den es in Richtung FBI zieht. Doch bevor er die wirklich großen Fälle landesweit beackert, bekommt er es in seiner Heimatstadt mit „Picasso“ zu tun, einem irrwitzigen Killer, der bei seinen Opfern surrealistische Bilder hinterlässt. Wie gefährlich nahe Cross dem Killer kommt, merkt er schmerzlich, als seine Frau von diesem ermordet wird. Kann Cross seine Rachegedanken zügeln?
Wenn man den physisch sehr präsenten Alex-Cross-Darsteller Tyler Perry das erste Mal sieht, fühlt man sich unweigerlich an Samuel L. Jacksons Verkörperung des schwarzen Detektivs Shaft aus dem gleichnamigen Film von 2000 („Shaft – Noch Fragen?“) erinnert, so sehr wünscht man sich von diesem Prequel / Reboot zu den bisherigen Verfilmungen der Romane von James Patterson („…denn zum Küssen sind sie da“ und „Im Netz der Spinne“ mit Morgan Freeman), dass hier aufgrund des Selbstjustiz-Motivs mehr Härte Einzug hält. Doch leider kann Rob Cohen, der „Alex Cross“ wie in einer Art Autopilot-Modus inszeniert hat, diesen Wunsch nicht erfüllen. Obwohl insgesamt betrachtet ein sehr reißerisches Cop-gegen-Psychopath-Duell à la „Dirty Harry“ geliefert wird, braucht das Ganze so seine Zeit, um in die Gänge zu kommen. Ohne wirkliche besondere Höhepunkte plätschert die Handlung dahin und erreicht ein Finale, welches dann gegenüber dem kaum mit modischen Auffälligkeiten erzähltem Rest schon irgendwie aus dem Rahmen fällt, denn plötzlich wird alles ganz hektisch (und zwar nicht nur die Kameraführung) und die Action muss partout im spannungsgetrimmten Cliffhanger-Stil enden. Fazit: Obwohl man sich mehr von „Alex Cross“ versprochen hatte und er nicht das erhoffte Glanzstück geworden ist, fühlt man sich ehrlich betrachtet doch recht solide wenn auch handelsüblich unterhalten. Des weiteren mit Matthew Fox, Edward Burns, Jean Reno u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin