Malo, A.D. und Lucas sind drei Abgänger von der New Yorker Polizeiakademie, die sogleich ihren Partnern zugewiesen werden. Während A.D. einen besonnenen Schwarzen und Lucas einen typischen Redneck-Cop erwischt, kommt Malo, dessen ermordeter Vater einst selbst Polizist war, bei dessen Ex-Partner Joe Sarcone unter, der ihn auch prompt in die korrupte Halbwelt einführt: Sarcone führt nämlich einen Drogen- und Nutten-Club, der mit gestohlenen Geldern finanziert wird. Zusammen mit dem koksenden LaRue soll Malo jetzt Drogendealer abziehen und Schmiergelder einsammeln. Als A.D. und Lucas auch etwas von dem Kuchen abbekommen wollen, läuft alles aus dem Ruder…
Warum eigentlich jeder sich realistisch / authentisch gebende Polizeifilm mit einer Kneipenfeier-Szene auftrumpfen oder gar – wie hier – beginnen muss, kann man auch nach „Freelancers“ nicht ergründen, aber eins muss man diesem „50 Cent“-Vehikel (Curtis Jackson übernahm nicht nur die Hauptrolle sondern produzierte auch) schon lassen: als Initiations-Thriller à la „Training Day“ ist er trotz düsterer Details cool und hip bzw. sogar teilweise grell und überzeichnet. Doch damit steht er ja in bester Black-Cinema-Tradition und knüpft schon quasi durch den Handlungsort Queens, N.Y., an das diesbezügliche Vorbild „New Jack City“ an. Doch leider ist Jessy Terrero nicht Mario Van Peebles oder gar Antoine Fuqua und so muss man unumwunden feststellen, dass sein „Freelancers“ schon etwas zerfahren und unaufgeräumt wirkt. Gerade das Schlussdrittel macht einen sehr zusammengestoppelten Eindruck – und damit meine ich nicht nur die inhaltlichen Bocksprünge, die die Handlung vorantreiben sollen. Was auf jeden Fall in Erinnerung bleiben wird, sind einige stimmungsvolle Bilder der lichtumfluteten Skyline und ein treibender Soundtrack – eben die typischen Versatzstücke eines guten Genrefilms. Auf BD 16:9 und letterboxed (2,35:1). Mit Curtis “50 Cent” Jackson, Forest Whitaker, Robert De Niro, Ryan O’Nan u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin