Italien im Mittelalter. Das Oberhaupt der Familie Cenci ist ein richtiges Scheusal. Deshalb kommt seine attraktive Tochter Beatrice auch auf die Idee, ihn von einem sie liebenden Diener umbringen zu lassen. Die Tat fliegt auf und nachdem sämtliche Geständnisse erfoltert wurden, werden die Schuldigen hingerichtet.
Dies ist Lucio Fulcis erster Schritt in Richtung Hardcore-Horror, denn im vorliegenden Streifen wird ausgiebig gefoltert und gemordet. Ganz im Stile sattsam bekannter Hexen-Exploiter konzentriert sich die Handlung weitestgehend auf die Geschehnisse in den Folterkammern der römischen Gerichte. Lucio Fulci zeigt hier schon früh sein Gespür für die visuelle Umsetzungsfähigkeit bestimmter Stimmungen und Gefühle. „Die Nackte und der Kardinal“ ist, obgleich der deutsche Titel recht spekulativ wirkt, kein billiges Sexfilmchen mit Mantel- und Degen-Story, sondern eher ein moritatenähnliches Sittendrama aus längst vergangen Tagen. Mit Adrienne la Russa, Tomas Milian, Georges Wilson, Antonio Casagrande u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin