Lorna Green wird beherrscht von zügelloser Abenteuerlust und Sinnlichkeit. Um sich so richtig auszutoben, tritt sie in einer Sado-Maso-Show auf, die dermaßen realistisch in Szene gesetzt ist, daß für die Frau die Grenzen zwischen Realität und Phantasie verschwimmen. Ihr Manager Bill Mulligan treibt sie jedoch dazu, sogar einen Bühnenmord zu inszenieren. Bald will Lorna auch „real“ morden…
Der formal wohl künstlerischte Streifen aus der Hand des ansonsten ungleich schlechter begabten Spaniers hat trotz seiner verwirrenden Geschichte seine Vorzüge, denn noch nie hat es Jess Franco besser verstanden, Sinnlichkeit und Poesie mit knallharter Erotik zu verbinden. Im Gegensatz zu den anderen Werken der sogenannten Aquila-Trilogie (vgl. „Küß mich, Monster“ und „Der Wolf“) ist diese Horror-Sex-Melange zumindest ordentlich abgedreht und zusammengeschnitten worden. Selbst ein gewisser roter Faden an Handlung ist in dieser sinnesverwirrenden Mischung aus Obsession und Wahnsinn vorhanden, die auf phantastische Weise Sünde, Liebe, Blut, Hingabe und Mord wie Perlen an einer Kette aufreiht. Mit Janine Reynaud, Jack Taylor, Howard Vernon, Michel Lemoine u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin