Die Bewohner des Landsitzes „Park Manor“ sind verschreckt: Ein unheimlicher, mit einer Totenmaske unkenntlich gemachter Mörder geht dort unter den Erben des unter merkwürdigen Umständen verschwundenen Lords Percibal um. Nach und nach wird die Todesliste des Mörders immer kleiner. So auch die Anzahl der Erben. Wer wird der letzte Begünstigte sein, und ist er auch der Mörder?
Sieh mal einer an, Jess Franco kann auch im Mainstream-Bereich Fuß fassen. „Im Schatten des Mörders“ ist banales Whodunit-Kino ohne Überraschungen. Der Plot reflektiert ein wenig die klassische Broadway-Geschichte von „The Cat and the Canary“, erreicht aber zu keiner Zeit die schillernde Figuren-Konstellation der Vorlage. Die Morde sind zwar ein bißchen bizarrer als üblicherweise bei einem solchen Stoff, doch stehen sie im Vergleich zu anderen Franco-Werken in ihrer Intensität zurück. Auch sonst bleibt der Film hinter den Erwartungen, die man an eine Arbeit des Spaniers knüpft. Für normale Zuschauer dürfte „Im Schatten des Mörders“ gerade noch ansehnlich sein. Hierzulande gibt es zwei unterschiedliche Versionen: die ungekürzte 18er-Verleihfassung und die leicht geschnittene 16er-Verkaufscassette. Mit Alberto Dalbes, Evelyn Scott, William Berger, Maribel Hidalgo, Lina Romay u.a.
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