Franks Bewertung

starstar / 5

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

18.03.2013
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Review

von Frank Trebbin

Zwei Jahre lang musste Teenager Neal Hausman bei seiner Tante verbringen, weil sein Vater glaubte, dass er den Feuertod der Mutter herbeigeführt hat. Jetzt, nachdem Vater Hausman neu geheiratet hat, kommt Neal wieder zurück und muss zu seinem Schrecken feststellen, dass sein kleiner Bruder Paulie nun in seinem Zimmer schläft. Warum? Na, ganz einfach, unter Neals Bett haust eine Kreatur, die für den Tod der Mutter verantwortlich ist, und die nun hinter Paulie her ist…

Laut Pressetext soll es sich ja bei Steven C. Millers „Under The Bed“ um eine Hommage an „Poltergeist“ handeln, denn Dreh- und Angelpunkt ist hier, dass etwas unter dem Bett im Kinderzimmer haust und das passt ja irgendwie zu jener berühmten Clown-Puppen-Szene aus besagtem Tobe-Hooper-Film. Doch das ist auch schon alles, was man als Vergleich heranziehen könnten, denn während „Poltergeist“ großes, von Steven Spielberg produziertes Hollywood-Kino war, ist „Under The Bed“ preisgünstig auf DV-Material hergestellt worden und versprüht schon deshalb optisch auch nur den Charme eines besseren TV-Filmchens. Ok, Steven C. Miller ist nicht gänzlich untalentiert (was sein „Aggression Scale“ schlagend beweist), doch hier ist etwas zu viel Schmalhannes angesagt, so dass der Gruselfaktor nicht gerade Richtung Siedepunkt tendiert und die Handlung als schleppend empfunden wird. Und doch hat der Film so seine Pluspunkte, die ihn vor dem gänzlichen Untergang retten: die darstellerischen Leistungen sind angesichtes ein No-Budget-Produktion beachtenswert und das knackig-kurze Finale überrascht mit splatteriger Spritzigkeit. Fazit: Hier ist viel Story-Potential verschenkt worden, so dass „Under The Bed“ nur für Koplettisten interessant sein dürfte. Auf BD (16:9) letterboxed (2,35:1). Mit Jonny Weston, Gattlin Griffith, Peter Holden, Mussetta Vander u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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