Portland. Wendy Alden wird von dem Serienkiller, der die Köpfe seiner Opfer sammelt und den man den „Vogel Greif“ nennt, überfallen, kann diesen aber verletzen und fliehen. Nun glauben die mit dem Fall betrauten Detectives Delgado und Burdine den Mörder aus der Deckung treiben zu können, denn dieser wird wohl wieder hinter Wendy her sein. Doch der „Greif“ ist schlauer, narrt die Polizisten, entführt Wendy quasi vor ihren Augen und verschleppt sie in ein altes Farmhaus auf dem Land...
Sie sind einfach nicht totzukriegen: die mitunter recht billig gemachten DTV-Horrorstreifen, die aus dem Gros des Genres nur herauszufallen vermögen, weil sie a) durch ausgesuchte Brutalität auffallen oder b) als Sammelbecken altgedienter Schauspiel-Recken dienen. Julian Richards arbeitet sich mit seinem „Skin Collector“ - diesen deutschen Titel soll man mir mal angesichts der kopflastigen Sammelleidenschaft des Mörders erklären - an beiden Varianten ab und präsentiert neben vielen blutigen (oft per CGI erzeugten) Details einige bekannte Genre-“Größen“ sowie den aus den 1960er-“Kommissar X“-Filmen bekannten Brad Harris als besonderen Cameo-Eye-Catcher, der ansonsten sein Pensionärssalär für den Film hergab. So dürfte „Skin Collector“ zumindest für den Fan alter Italo-Genrestreifen genauso interessant sein wie durch John „Wolf Creek“ Jarratts neuerlichem Auftritt als Serienkiller für den Freund durchgeknallter Psychos von heute. Und genau dieser wiederum sehr beeindruckende Auftritt des Australiers ist es auch, der den Film wirklich über die Runden bringt, der ansonsten einfach nur formelmäßig unterhält und dem Grunde nach nur ein sehr verspäteter Abklatsch von „Das Schweigen der Lämmer“ ist. Wirklich nur für harte Fans des Genres. Bildformat: 2,35:1. Des weiteren mit Danielle Harris, Casper Van Diem, Rae Dawn Chong, Valerie Harper u. a.
© Selbstverlag Frank Trebbin