Ex-Army-Scharfschütze James Barr richtet augenscheinlich ein Blutbad an. Nach seiner Verhaftung fordert er, dass die Polizei einen Mann namens Jack Reacher hinzuziehen soll. Dieser Reacher war früher Militärpolizist und hat den Ruf, ein gnadenloser Aufklärer zu sein, dem nichts entgeht. Zusammen mit der smarten Anwältin Helen Rodin, die den mittlerweile durch ein Übergriff von Mithäftlingen ins Koma gefallenen Barr vertritt, macht sich Jack Reacher auf, die Tat zu untersuchen. Er sticht in ein Wespennest...
Tom Cruise ist Tom Cruise ist Tom Cruise. Ob nun Ethan Hunt, Roy aus „Knight and Day“, John Anderton aus „Minority Report“ oder Vater Ray Ferrier aus „Krieg der Welten“ - Tom Cruise bleibt immer Tom Cruise. Seinen Rollen kann er kaum besondere Facetten entlocken, sein Spiel ist oftmals nur minimalistisch, was ja meistens zum Actionfach passt. Nun also gibt uns Mr. Cruise auch noch die bekannte Lee-Child-Romanfigur Jack Reacher. Wer allerdings jetzt bei Christopher McQuarries „Jack Reacher“ eine Art Neuauflage der Pfiffig-Action aus „Mission Impossible“ erwartet, der ist schief gewickelt, denn nach einem recht interessanten Beginn, der quasi als moderner Nachhall zu der berühmten Titelsequenz aus „Dirty Harry“ inszeniert ist, werden Tempo und Action auf ein Mindestmaß zurückgefahren und man gibt der Geschichte und den Figuren Raum zur Entfaltung. Das alles bleibt recht oberflächlich und die Spannungskurve zuckt nur leicht nach oben, als eine „Bullitt“-mäßige Autoverfolgungsjagd ansteht. Härten werden gegeben, Härten werden genommen und plötzlich ist das Ende der mit Verschwörungs-Hokuspokus versehenen Story da. Nun ja, etwas mehr Inhalt und dafür weniger Lauflänge wäre da schön gewesen. Fazit: Die Figur ist etabliert, nun heißt es für einen möglichen Nachfolgefilm, bessere weil aufregendere Stoffe zu finden. Auf BD letterboxed (2,35:1). Des weiteren mit Rosamund Pike, Richard Jenkins, Werner Herzog, Robert Duvall u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin