Das kleine Städtchen Fairlake in West Virginia ist jedes Jahr zu Halloween der Austragungsort des Mountain-Man-Music-Festivals, bei dem Massen von jungen kostümierten Menschen saufend und nach Sex geifernd durch die Gassen ziehen. Unter diese Meute mischen sich die aus den Vorfilmen bekannten Hillbilly-Kannibalen um Saw Tooth und verfolgen eine Gruppe von Studenten, die ihren Cousin Maynard ins Gefängnis gebracht haben. Als Saw Tooth sogar dafür sorgt, dass in Fairlake die Lichter ausgehen und sich die Leichen stapeln, greift Sheriff Angela endlich zur Waffe…
Kiffen, poppen, krepieren und dazu noch eine Legende (quasi) am Lagerfeuer. Ganz im Stile des längst totgeglaubten Stalk’n-Slash-Subgenres, welches schlußendlich eher von den strunz-doofen „Freitag der 13.“-Derivaten beherrscht wurde, geht es in Declain O’Briens „Wrong Turn 5“ zu: immer schön flach in punkto Story und Handlung, dafür aufreizend blutig in den nach Schema F inszenierten und auf die Bedürfnisse von Splatterfans ausgerichteten Mordszenen (DF cut), nach denen man praktisch die Uhr stellen kann. Mit Teil fünf der Serie verlässt man nunmehr endgültig die eigentlich zugrundeliegende Backwoods-Szenerie und lässt die Truppe um Saw Tooth durch einen ziemlich sterilen (Filmstudio?)Straßenzug geistern, der nach besagtem Stromausfall auch noch menschenleer gefegt ist. Das wirkt nicht nur unfreiwillig komisch sondern erinnert ebenso fatal an jene Zeit, als sich Jason Voorhees auf nach Manhattan machte und man nur einen verwaisten Hafen zu sehen bekam. Fazit: Der Niedergang der „Wrong Turn“-Reihe dürfte mit diesem Teil nicht mehr gänzlich aufzuhalten sein, auch wenn Declan O’Brien mit seiner unzweifelhaft aus „Rio Bravo“ entlehnten Handlung so etwas wie Insider-Witz aufblitzen lässt (dafür hat er dann für mich knapp die drei *** erreicht!). Auf DVD 16:9. Mit Doug Bradley, Camilla Arfwedson, Simon Ginty, Roxanne McKee u.a.
» Deutsche Homepage: http://www.wrongturn5.de/
© Selbstverlag Frank Trebbin