Die junge Chihiro wurde einst in ihrem Dorf, aus dem sie stammt, von drei Männern vergewaltigt. Und da sie einen der Täter kannte, ging sie nicht zur Polizei sondern wechselte nur den Wohnort. Nun dringt dieser Vergewaltiger wieder in ihr Leben ein und macht Chihiro quasi zu seiner Sklavin. Doch eines Tages tötet sie ihn und packt die Leiche in den Kühlschrank. Dies soll erst der Auftakt sein, denn aufdringliche Männer kennt Chihiro noch viele…
Wer hier einen flotten Rape-And-Revenge-Thriller vom Schlage eines „I Spit On Your Grave“ erwartet, wird herb enttäuscht werden, denn der japanische „Freezer“ entpuppt sich trotz aller krassen Greuel, die hier dargestellt werden, eher als ein gekünsteltes Drama à la Polanskis „Ekel“. Technisch ist das Ganze angesichts einer steril wirkenden Video-Optik eher etwas flau geraten, dafür gibt es aber teilweise recht blutige und schockierende Details sowie viel nackte Haut zu sehen. Und dennoch: ein hippes Exploitation- oder gar Trash-Feeling will angesichts der verstörenden Handlung, die zudem ein bedenkliches Licht auf die Rolle der Frau wirft, gar nicht erst aufkommen, so dass man sich als Horrorfilm-Fan bei „Freeze me“ wahrlich unwohl und fehl am Platze fühlt.
Auf DVD 16:9. Alternativtitel der DVD-Wiederveröffentlichung: „Freezer – Nie war Rache kälter“. Mit Shingo Tsurami, Shunsuke Matsuoka, Harumi Inoue, Kazuki Kitamura u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin