Franks Bewertung

starstarstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Die beiden Schwestern Elizabeth und Virginia leben mit ihrem schwachsinnigen Bruder Ralph, der sich für einen Hund hält, und dem merkwürdigen Butler Bruno in einem riesigen Landhaus. Kein Außenstehender ahnt, daß ihr Vater nur noch als mumifizierte Leiche existiert. Eines Tages tauchen zwei Verwandte mit ihrem Rechtsanwalt auf, um einige Erbangelegenheiten zu klären. Sie merken schon bald, daß mit der Familie irgendetwas nicht stimmen kann. Dennoch sind sie nicht darauf vorbereitet, daß Virginia über sie herfällt. Letztlich landen (fast) alle Verwandten im Kochtopf der merkwürdigen Familie, die sich darüberhinaus auch noch als Kannibalenclan entpuppt.

„Spider Baby“ ist kein ernster Genrebeitrag, sondern eine brillante, rabenschwarze Horrorkomödie, die in ihrer Figurenkonstellation und in den skurrilen Einfällen an Frank Capras „Arsen und Spitzenhäubchen“ erinnert. Doch gibt es ebenso Verweise auf modernere Klassiker, wie z.B. die mumifizierte Leiche aus Hitchcocks „Psycho“. Getragen wird „Spider Baby“ durch das herrlich überzogene aber dennoch bodenständige Spiel der sehenswerten Besetzung sowie durch den effizienten, durch keine Spielereien ablenkenden Regiestil Jack Hills. Gedreht worden ist das Ganze in superben Sets, die den morbiden Charakter der Handlung gut unterstreichen. Leider ist Jack Hills kleines Juwel von der US-Kritik größtenteils verrissen worden, so daß kein Kassenerfolg beschieden war. Dementsprechend selten wird „Spider Baby“ auch heute noch gezeigt, obwohl er langsam Kultstatus bei eingefleischten Fans besitzt. Hierzulande ist er erst gar nicht erschienen. Mit Lon Chaney jr., Carol Ohmart, Sid Haig, Quinn Redekker u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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