Nach ihrer überstürzten Flucht nach Europa finden sich die Kinder des Hamilton-Vampirclans (vgl. „The Hamiltons“) zwischen London und Paris verstreut wieder und nennen sich jetzt Thompson. Auf ihrer Suche nach ebensolcher vampirischer Hilfe gerät der smarte Francis in dem verschlafenen englischen Nest Ludlow an den Clan der Stuarts. Natürlich verliebt sich Tochter Riley in den gutaussehenden Vampir, kann es aber nicht verhindern, dass Vater Stuart an einem perfiden Plan arbeitet: zur Reinhaltung seiner Blutlinie sollen alle Hamiltons/Thompsons sterben…
Wem dieser ganze „Twilight“-Hype schon immer auf die Nerven ging, weil ja dort alles so schön hip und zahm ist, der darf sich diesen B-Movie-Gegenentwurf der Butcher Brothers (= Mitchell Altieri & Phil Flores) gerne mal zu Gemüte führen. Als Fortsetzung zu ihrem eh schon bemerkenswert andersartigen „The Hamiltons“ konzipiert (und dabei weg von „TCM“-Motiven und hin zu Dracula und „Underworld“-Konsorten), geht es hier weitaus blutiger (allerdings ist da auch jede Menge CGI-Gespritze dabei) und – zumindest in der OF – mit viel Wortwitz zu. Die Handlung gibt es ähnlich verschachtelt wie in „Pulp Fiction“ und ebenso viele Fucks wie dort wurden auch hier in den Dialogen untergebracht. Das alles riecht nach wilder Verwurstelung, ist es aber nicht sondern eher eine kleine, feine Bereicherung des Vampirfilm-Subgenres. Und wer schon immer die Saloon-Szene aus „Near Dark“ gut fand, der wird sich nach der gleichsam inszenierten Erneuerung derselben hier in „The Thompsons“ alle Finger lecken. It’s finger licking good. Auf DVD (16:9) letterboxed (2,35:1). Mit Cory Knauf, Samuel Child, Joseph McKelheer, Mackenzie Firgens u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin