Franks Bewertung

starstar / 6

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

30.08.2013
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Review

von Frank Trebbin

Um einen Chemieunfall mit fatalen Folgen im rumänischen Rojznov zu „korrigieren“ (alle Bewohner sind qualvoll gestorben und danach als sabbernde Untote erwacht), schickt die US-Regierung, die auf dem Balkan illegale Experimente durchgeführt hatte, einen kleinen Söldnertrupp unter der Leitung von Knacki-Offizier Jack Stone in das Städtchen, um das örtliche Atomkraftwerk in die Luft zu sprengen. Schnell wird klar, dass General Carter, der die Mission befehligt, ein falsches Spiel spielt und man sich quer durch die Stadt zurückkämpfen muss...

Der von Uwe Boll produzierte „Zombie Massacre“ entpuppt sich schon nach wenigen Minuten Laufzeit als minderbemittelter, sehr geschwätziger No-Budget-Streifen, der zwar eindeutig den Amateurstatus hinter sich gelassen hat, aber von einem soliden B-Film noch meilenweit entfernt ist. Inhaltlich fleddert man, ganz dem Sujet entsprechend, das Infizierten-Subgenre der letzten Jahre ebenso wie so manches Vorbild aus ganz anderer Richtung (vgl. „Kill Bill“-alike-Söldnerin Eden Shizuka). Inszenatorisch gibt es neben jeder Menge einfallslos abgefilmter Sinnfrei-à-la-Tarantino-Dialoge das übliche Einerlei aus uninspirierten Endlos-Ballereien, computer-generierten Explosionen und Headshots sowie langatmigen Herumgeirre in einer Industriebrache. Lediglich die Titelsequenz, die mittels einiger weniger aber dafür umso intensiverer Bilder eine Katastrophe umreißt, für die so manches Major-Studio zig Millionen Dollar verbraten hätte, und das bis auf wenige Gummimasken mehr als sehenswerte Zombie-Make-Up. Fazit: für echte Horrorfans ohne Belang, für Freunde des Trash zu bierernst. Auf DVD (16:9) letterboxed (2,35:1). Mit Christian Boeving, Mike Mitchell, Tara Cardinal, Ivy Marshall Corbin u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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