Franks Bewertung

starstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Irgendwann in naher Zukunft. Durch die suggestive TV-Dauerberieselung schnappen einige Leute total über und begehen Selbstmord. Weil dies einige jedoch nicht in ihrem stillen Kämmerlein tun, sondern durch spektakuläre Taten auch andere mit in den Tod ziehen, beginnt Kommissar Hartmann zu ermitteln. Er stößt auf eine Spur, die zu dem Medien-Mogul Marsfeldt führt…

Was als Verknüpfung von einer Hommage an die Mabuse-Filme von Fritz Lang (siehe: „Die tausend Augen des Dr. Mabuse“) und einem postmodernen Science-Fiction-Thriller gedacht war, ist in der ziemlich flachen Inszenierung durch Claude Chabrol nur zu einem mittelmäßigen Mad-Scientist-Verschnitt geworden. Die nächtlichen Szenen im (damals noch) geteilten Berlin sind zwar recht ansehnlich, doch funktionieren sie nicht mit den kontur- und vor allem lustlosen Darstellern. Die Dialoge sind gestelzt und sorgen dafür, daß die Glaubwürdigkeit des Stoffes noch weiter den Bach ’runtergeht. Die kaum versteckte Botschaft (die Bedrohung durch die Allmacht der Medien) verteilt sich zähflüssig über den gesamten Film und wirkt störend. Claude Chabrol sollte bei seinen Psychokrimis bleiben. Mit Alan Bates, Jennifer Beals, Jan Niklas, Hanns Zischler u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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