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Wenn es einen ultimativen Troma-Film gibt, der den ganzen wahnwitzigen Microkosmos von Lloyd Kaufman und Michael Herz repräsentiert, dann ist es dieser hier. Schließlich wurde der Held der Geschichte, ein durch radioaktiven Müll verseuchter Hausmeister namens Melvin/Toxie, zur Gallionsfigur der New Yorker Company.
Während leider eine nicht zu geringe Anzahl an Streifen aus diesem Hause nur durch ihren geistigen Dünnschiss hervorsticht, hat "The Toxic Avenger" echtes Kultpotential: Der Humor ist zwar total balla-balla, passt aber ungemein zum trashigen Flair dieser Low Budget-Granate. Ab und an wird´s jedoch sogar richtig schön evil: Wenn nämlich der Spaßfaktor damit beginnt, dass Kinder und alte Omas auf der Straße totgefahren oder Bandenmitgliedern die Armen fritiert werden, dann haben die Macher die Grenzen der polititcal correctness bereits weit hinter sich gelassen. Den Zuschauer freut´s jedenfalls ungemein.
Auch Toxie selbst ist kein sauberer Held, sondern ein düsterer Rächer mit psychopathischem Einschlag. So ist die Figur letztendlich auch eher mit tragischen Kreaturen wie dem Hulk oder dem Swamp Thing verwandt, als mit sauberen Helden à la Superman. Von Sentimentalität jedoch - Gott sei Dank! - keine Spur. Denn - hey! - das ist ein Troma-Film und kein Werk von Ingmar Bergmann!
Gung Ho sagt: "Einer der wenigen echten Kultfilme aus der Troma-Schmiede, dafür ohne wenn und aber! Der fetzige 1980s-Rock-Soundtrack tut sein Übriges."

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