Der Trickfilmregisseur Jean Diaz will mit seinem Sohn David Urlaub machen. Die Fahrt mit dem Auto endet aber in einem mysteriösen Unfall. Jean wird dabei getötet und erhält in der Leichenkammer des Krankenhauses Besuch vom Sensenmann. Der macht ihm nicht nur einen interessanten Vorschlag, sondern schlägt ihm auch gleich zur Begrüßung die Hand ab…
Der Film ist eine formal nicht uninteressante Mischung aus Fantasy und Horror. Leider bleibt die durchaus vorhandene Botschaft aber auf der Strecke, weil das Script über weite Strecken zu verquast und publikumsfremd abgefaßt ist. Die eingeschobenen Zeichentricksequenzen sind atmosphärisch besser als fast der gesamte Realfilmteil. Nur die Einführung des Sensenmannes in der o.g. Leichenhalle kommt sehr gut und sorgt für einen bizarren Schock. Durch die Schilderung des Alltags des Sensenmannes, der sich auch schon modernster Computertechnik bedient, ist der Film an der Grenze zur Parodie. Da sich Regisseur René Manzor nicht so recht für eine Art der Umsetzung entscheiden konnte und auch Alain Delons nach „Der Schocker“ zweiter Ausflug in das Horrorgenre schauspielerisch nicht gerade umwerfend ist, bietet „Reise in die Unendlichkeit“ nur zwiespältige Unterhaltung. Alternativtitel: „Le Passage– Die Reise in die Unendlichkeit“. Mit Alain Delon, Christine Boisson, Alain Musy, Jean-Luc Moreau u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin