Franks Bewertung

starstar / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

14.12.2013
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Review

von Frank Trebbin

Miami. Daniel Lugo arbeitet als muskelbepackter Trainer in einem Gym und träumt den amerikanischen Traum: viel Geld, ein großes Haus und einen geilen Schlitten vor der Tür. Diesen Traum glaubt er dadurch zu verwirklichen, indem er mit zwei Sportkumpels die Entführung des schwerreichen Victor Kershaw durchzieht. Doch da dieses Testosteron-geschwängerte Bodybuilder-Trio nur mit Zwergenhirnen ausgestattet ist, läuft der eigentliche Plan, anfängliche Fehlversuche inklusive, schon nach kurzer Zeit gewaltig aus dem Ruder...

Eine schwarze Komödie sollte es werden, eine schrille, überzeichnete Farce („Leider nach einer wahren Begebenheit“, Filmzitat), die sich über amerikanisches Selbstbewusstsein und Lebensperspektiven mokiert, ist es geworden. Michael Bay, der ansonsten viel eher als rasanter Actionfilm-Regisseur bekannt ist, versucht selbstverständlich auch hier, seine Lieblingsmotive und -bilder unterzubringen: so gibt es jede Menge schöne weibliche Körper, die von der Kamera regelrecht umkurvt werden, schnelle, chromblitzende Autos und natürlich das Abbild eines mondänen Miami, wie wir es bereits aus den „Bad Boys“-Filmen kennen (Apropos „Bad Boys“: zählt doch mal die Selbstzitate und von dort übernommenen inszenatorischen Mätzchen). Doch zwischendrin zeigt die ach so typische Baysche Welt Risse und gibt den Blick frei auf den alltäglichen Wahnsinn und das Hässliche. Skurrile, makabre Gags, wie bereits in „Bad Boys II“ angekündigt, halten hier endgültig Einzug und die Handlung, temporeich aber ohne die „explosive Action“, die auf dem Cover versprochen wird, driftet mit zunehmender Laufzeit in Richtung Wahnsinn („Immer noch nach einer wahren Begebenheit“, Filmzitat). Und wie bereits Michael Bay während der Filmarbeiten erkannte (vgl. das ausführliche Making-of auf der BD), ist „Pain & Gain“ (abgeleitet von „no pain, no gain“, was hierzulande „ohne Fleiß kein Preis“ bedeutet) wahrlich kein Film für die Massen – entweder man liebt ihn oder man hasst ihn. Schaut ihn Euch an, entscheidet selbst, ich kann mit ihm nicht allzu viel anfangen. Auf BD letterboxed (2,35:1). Ein wirklich sehenswerter Cast mit Mark Wahlberg, Dwayne Johnson, Anthony Macke, Tony Shaloub, Ed Harris u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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