3D-Review
Travis Preston, ein Kryptozoologe, der sich auf die Suche nach unbekannten Lebensformen spezialisiert hat, erhält für sich und sein Team den Auftrag, in China ein Tier aufzuspüren, das den Bau einer Pipeline massiv stört, indem es Arbeiter tötet. Ehrfurchtsvoll sprechen die Einwohner von Shocate, einem mystischen Ur-Monster, welches nun zurückgekehrt sei. Konkurrenz bekommt Preston von dem fiesen Trophäenjäger Jim Harker, der eigentlich alles tötet, was ihm vor die Flinte kommt. Ausgangspunkt des Tiers, einer übergroßen Mischung aus Reptil und Amphibie, ist ein malerischer See, der von am Ufer befindlichen Höhlen durchzogen wird. Der Wettlauf zwischen Preston und Harker beginnt...
Scott Adkins und Dolph Lundgren als Top-Cast – wer denkt da nicht gleich an einen weiteren „Universal Soldier“-Film oder ein anderes Martial-Arts-Movie. Doch weil Adkins eine Knieverletzung ausheilen durfte und der Rubel trotzdem rollen muss, schlägt „The Legendary Dragon – Der Letzte seiner Art“ eine gänzlich andere Richtung ein: man übertrage die Loch-Ness-Legende nach China, füge etwas örtliche Folklore sowie eine Alibi-Handlung um Umweltschutz dazu und macht daraus ein leidlich unterhaltsames, aber auch recht naives Abenteuer-Filmchen auf Movie-Of-The-Week-Niveau mit einer sublimen Werbebotschaft für die Errungenschaften der Volksrepublik China. Gerade aber die chinesischen Drehorte – ungeachtet ihrer properen Herausgeputztheit – sorgen indes für Abwechslung im üblichen „Jurassic Park“-Pendant-Einerlei und so führt schon der kurze Blick auf das Lokalkolorit und die schöne Landschaft rund um den See für mehr Aufregung beim Zuschauer als die mit bekannten Versatzstücken des Tier-Horrorfilms durchsetzte Story selbst, die durch ein nicht ganz auf der Höhe der Zeit konzipiertes CGI-Monster gerade im Finale eine leicht trashige Note bekommt. Auf BD 2,35:1 und in 3D (nur in ganz wenigen Szenen ein echter Dazugewinn, ansonsten eine natürliche, sehr homogene Tiefenwirkung [ganz besonders beeindruckend im Höhlen-Finale] ohne aufgesetzte Pop-Outs). Des weiteren mit Yi Huang, Nathan Lee, James Lance u. a.
© Selbstverlag Frank Trebbin