New York. Die Reporterin Rebecca Scott erfährt von dem FBI-Agenten John Nelson, dass ihr Ehemann Miles, der eigentlich zwei Jahre zuvor bei einem Autounfall ums Leben kam, unter falscher Identität in Australien lebte und dort nun ermordet wurde. In diesen Mord ist der kriminelle Wirtschafts-Tycoon Ronald Osterberg verwickelt, über den Rebecca gerade recherchierte, weil dieser in die USA ausgeliefert werden sollte. Also fliegt sie kurzerhand an die australische Goldküste, um dort auf eigene Faust zu ermitteln…
Brian Trenchard-Smith, der einst Garant für knallharte B-Movie-Granaten mit trashigen Gewaltexzessen war („Insel der Verdammten“), liefert mit „Absolute Deception“ einen absolut zahmen Allerwelts-Krimi ab, den man schon mit Beginn der Endcredits vergessen haben dürfte. Die Suche nach den Hintergründen der Tat führt zwar an sehenswerte Schauplätze, hier vor allem große Villen und sonnengeflutete Strände (und man erinnert sich wehmütig an die einst in den 1980ern von Michael Mann produzierte TV-Serie „Miami Vice“, die weit aufregender zu unterhalten wusste), gestaltet sich aber ziemlich zäh und unspektakulär. Action gibt es zwar auch irgendwie, doch ist diese gerade mal auf Fernsehniveau inszeniert und durch die DV-Optik ziemlich steril. Ok, in den besten Momenten könnte man „Absolute Deception“ als solide bezeichnen, doch einige käsig aussehende CGI-Effekte (eine Explosion, Kugeleinschläge und Blutspritzer) und die unglaubwürdigste (ernste) Autoverfolgungsjagd seit Jahren reißen immer wieder runter. Fazit: Trotz guter Darsteller verschenkte Zeit, leider. Auf DVD 16:9. Mit Cuba Gooding jr., Emmanuelle Vaugier, Evert McQueen, Chris Bells u. a.
© Selbstverlag Frank Trebbin