Es ist mal wieder Jagdsaison. Die drei Vietnamveteranen Ken, Greg und Artie, allesamt ehemalige All-American-Boys ihrer Highschool, zielen jedoch nicht auf Wild, sondern auf Menschen. Jahr für Jahr entführen sie junge Pärchen, mit denen sie erst in einer einsamen Hütte in der Wildnis ihre sadistischen Spiele treiben, nur um sie dann am letzten Tag des Jagdausflugs durchs Dickicht zu treiben. Eines Tages werden die Jäger allerdings zu Gejagten, denn es wird zurückgeschossen…
Obwohl sich Peter Collinsons brillante Literaturverfilmung eher auf dem Gebiet des Actionfilms bewegt, sollte er hier jedoch wegen des Themas und der Nähe zum Backwoodsubgenre genannt sein. Dem Stoff von „My Friends Need Killings“ nicht ganz unähnlich –hier wie dort geht es um die innere Verrohung von Viet-Vets–, gerät die Menschenjagd in „Open Season– Jagdzeit“ jedoch eher zu einer plakativ gestalteten Parabel auf die Verkommenheit der US-Gesellschaft, die mit dem Erbe des Krieges nicht zurecht kommt. Ein gehöriges Maß an Sadismus und einige handelsübliche Thrillermomente, die in ihrer Verbindung zur Geschichte jedoch mehr als nur Durchschnitt sind, lassen „Open Season– Jagdzeit“ zu einem hinterfragungswürdigen Filmwerk werden, das durch die typengerechte Besetzung an Kontur gewinnt. In einer kleinen, aber wichtigen Nebenrolle ist William Holden zu sehen. Auf Video letterboxed (2,16:1) und uncut. Im TV letterboxed (1,77:1) und geschnitten. Des weiteren mit Peter Fonda, John Phillip Law, Cornelia Sharpe, Richard Lynch, Albert Mendoza u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin