Ligeia
Als Graf Verden mit seiner zweiten Frau auf seinen Landsitz zurückkehrt, muß er erkennen, dass seine einst verstorbene erste Ehefrau Ligeia noch durch die Gemäuer spukt. Als seine zweite Frau dies auch erkennt und einen Schwächeanfall hat und in Lethargie verfällt, greift Verden zur Spitzhacke und öffnet die Gruft im Keller des Hauses. Doch damit findet das Grauen noch lange kein Ende...
Auch mit dieser kammerspielartigen TV-Adaption eines Poe-Stoffes, die mit französichen und mexikanischen Geldern entstanden ist (vgl. "Der Untergang des Hauses Usher" und "Die Methode von Dr. Thaer und Prof. Fedders") kann man ziemlich wenig anfangen, denn der morbide Stoff geht in einer Inszenierung voller gähnender Langeweile unter. Die schwerfällig-schmalzige Musik, die merkwürdig unruhige Kamera und die nicht immer ganz logischen Details der Handlung lassen "Ligeia" dann noch weitaus schlechter aussehen. Das Ende zelebriert zwar einen gewissen Schrecken, doch kommt dieser den Visionen Edgar Allan Poes nicht unbedingt richtig nahe. Mit Joséphine Chaplin, Georges Claisse, Arielle Dombasle, Arlette Balkis u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin